Test-Apotheker grübeln über Preisfrage

, Uhr aktualisiert am 11.08.2021 14:28 Uhr
Weiter Testen? Apotheken hadern angesichts des Endes der kostenlosen Bürgertests mit der Fortführung der Dienstleistung.

Die City-Apotheke im baden-württembergischen Engen testet bereits seit Juli angesichts der neuen Anforderungen nicht mehr. „Die Vorgaben der Regierenden empfinden wir als völlig aus der Welt und auch die abgesenkte Vergütung verbessert die Situation nicht“, sagt PTA Ariel Wagner. Aber Qualität habe nun einmal ihren Preis. In der Apotheke führe das oft zu Beschwerden – denn in der Region sei die Zahl der Teststellen zurückgegangen.

„Die meisten Kunden haben nach einer Erklärung zwar Verständnis und viele haben das auf ihrer Suche wohl auch schon öfter gehört, aber verärgert reagieren viele. Manche sind regelrecht verzweifelt, weil sie jetzt einen Test brauchen oder wollen und das Angebot, vor allem in den kleineren Orten, in denen unsere Apotheken sind, nahezu bei Null ist.“ Die Nachfragen gingen jedoch deutlich zurück: Während das Testen Mitte Juli etwa zehnmal täglich angefragt worden sei, gebe es seit Beginn der Sommerferien in Baden-Württemberg auch Tage ohne Nachfragen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder riefen dazu auf, dass sich alle Bürger:innen zügig gegen das Coronavirus impfen lassen sollen. Das Impfen sei „ein Schutz für uns alle, nicht nur für den Einzelnen“, so Merkel. Ein Ziel sei, möglichst schnell mehr Menschen für Impfungen zu gewinnen – und einen neuen Lockdown abzuwenden. „Wer nicht geimpft ist, muss sich absehbar regelmäßig testen lassen, wenn er in Innenräumen mit anderen Menschen zusammentrifft“, hieß es in einem Entwurf für die Bund-Länder-Runde.

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