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Sonder-PZN: KKH erzieht Apotheker APOTHEKE ADHOC, 12.02.2019 08:59 Uhr

Anscheinend gehen die Apotheker aus Sicht der Kasse zu lässig mit dem Sonderkennzeichen um. Die KKH will die Apotheker mit vermehrten Retaxationen so zur Abgabe von Rabattarzneimitteln erziehen. Die Strategie ist nicht neu und wurde auch schon von anderen Kassen verfolgt. So wurden beispielsweise pharmazeutische Bedenken vermehrt retaxiert, wenn diese ohne nähere Begründung geltend gemacht wurden. Besonders skurril: Als schriftliche Begründung reichten reichte einigen Kassen der Begriff „pharmazeutische Bedenken“. Mit der neuen Anlage zum Rahmenvertrag wurden die Ansprüche der Kostenträger hier aber gestutzt.

Grundsätzlich gilt: Liegt für das verordnete Arzneimittel ein Rabattvertrag vor und ist das Aut-idem-Kreuz nicht gesetzt, muss die Apotheke das rabattierte Arzneimittel abgeben. Ist dieses nicht lieferbar, kann entsprechend Rahmenvertrag auf ein anderes Präparat ausgewichen werden. Möglich ist dann die Abgabe eines der drei günstigsten aut-idem-konformen Arzneimittel, einem wirtschaftlichen Import (15/15-Regel) oder dem namentlich verordneten Arzneimittel. Das gelieferte Arzneimittel darf jedoch nicht teurer sein als das verordnete Präparat. Kann die Apotheke die Vorgaben nicht erfüllen, ist ein neues Rezept nötig.

Kann den Vorgaben § 4 Rahmenvertrag nachgekommen werden und eine mögliche Alternative steht zur Verfügung, sind die Sonder-PZN 02567024 und der Faktor 2 aufzudrucken. Zusätzlich wird empfohlen, einen handschriftlichen Vermerk vorzunehmen und diesen mit Datum und Unterschrift abzuzeichnen.

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