Shingrix weiter knapp: Apothekerin ist sauer

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Auf der aktuellen Warteliste der Apothekerin sind auch Risikokunden, die Shingrix noch gar nicht verabreicht bekommen haben. „Bei Pharma-Mall gab es zuletzt noch den Eintrag, dass der Impfstoff in der KW 33 lieferbar sein soll“, sagt Zeltner. Mittlerweile stehe dort nichts mehr davon. „Ich weiß überhaupt nicht, wann ich mit Nachschub rechnen kann“, sagt sie verärgert.

Laut GSK wird die ursprünglich für Juli geplante Lieferung voraussichtlich erst im August zur Verfügung stehen. Der Grund: Es habe Verzögerungen in der Lieferkette gegeben, sagt eine Unternehmenssprecherin. „GSK arbeitet mit Hochdruck daran, die Verfügbarkeit des Impfstoffs gegen Gürtelrose baldmöglichst wiederherzustellen. Die 1er-Packung wird – trotz aller Anstrengungen – voraussichtlich erst Ende des Jahres 2019 wieder verfügbar sein.“

In Deutschland sei die Nachfrage nach dem neuen Impfstoff gegen Gürtelrose überwältigend hoch, so die Sprecherin. „Derzeit kann GSK den hohen Bedarf nicht mehr komplett abdecken.“ Shingrix ist zur Vorbeugung von Herpes zoster und postzosterischer Neuralgie bei Erwachsenen ab dem 50. Geburtstag zugelassen.

GSK empfiehlt Apothekern, bei den Großhändlern vorzubestellen. Die Lieferanten informierten den Hersteller kontinuierlich über den Bedarf. „Sobald Ware bei GSK verfügbar ist, kann der Großhandel bei GSK eine Vorbestellung platzieren.“ Direkte Vorbestellungen von einzelnen Apotheken könnten außer von „Direktapotheken“ nicht entgegengenommen werden.

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