Arzneimittelsicherheit

Securpharm: Freigabe hakt noch Tobias Lau, 28.02.2019 13:51 Uhr

Ähnlich beschreibt der europäische Verband der Parallelimporteure (EAEPC) die Situation: „Wir bewegen uns gerade von 40 Prozent Probleme auf 10 Prozent Probleme zu“, so ein Sprecher. Die Versorgungssicherheit sei momentan nicht gefährdet. „Das wäre sie nur, wenn sich auf Dauer keine Lösungen finden.“ Es gebe jedoch einen nicht zu unterschätzenden Arbeitsaufwand, denn es handele sich um ein „Bündel verschiedener Angelegenheiten“.

Tatsächlich ist die Lage etwas komplexer, wie auch van den Hoven erklärt: Die meisten Probleme seien durch Fehler auf nationalen Servern aufgetreten, hauptsächlich aufgrund der technischen Dienstleister. Die EMVO arbeite aber bereits mit diesen Dienstleistern zusammen, um die Fehler zu beheben. Van den Hoven sieht die Schuld für etwaige Schwierigkeiten eher in den Nationalstaaten als auf europäischer Ebene: „Normalerweise hätten diese Probleme gar nicht auftreten dürfen, wenn sich alle nationalen Dienstleister sich an das ‚Blueprint System‘ gehalten hätten“, sagt er. Die EMVO werde das nun weiter untersuchen.

Allerdings sei auch die IT mancher Hersteller nicht ganz unschuldig. „Diese Probleme sind ziemlich spezifisch und die EMVO arbeitet zusammen mit den jeweiligen Unternehmen und deren IT-Dienstleistern daran, sie zu beheben.“ Dabei zeigt sich van den Hoven optimistisch und will EMVO nicht zu harsch kritisieren: „Wir haben sehr viel Erfahrung mit behördlichen IT-Hubs. Die meisten von ihnen werden von der EMA betrieben und es ist normal, dass sie in der Startphase Schwierigkeiten haben. EMVO – welches mit Abstand das größte System seiner Art ist – bildet da keine Ausnahme“, sagt er. „Auch wenn es momentan alles andere als perfekt läuft, muss ich sagen, dass die EMVO schnell reagiert, um die eigene Probleme und die, die von anderen Systemen und Anbietern verursacht werden, zu beheben.“

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