Schon zweimal umgestellt: Rentnerin verzweifelt wegen Valsartan

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Schulte sieht Politik und Kassen in der Pflicht, denn nur wegen der Sparsamkeit der Kassen an Krebs erkranken wolle sie nicht. „Rabattverträge müssen sein, aber gut finde ich sie dennoch nicht.“ Die Kassen dürften die Ärzte nicht in ihrer Verschreibung drosseln, sondern sollten es den Medizinern überlassen, was sie verordneten. Schließlich würden schon aufgrund des Budgets nicht unnötig teure oder zu viele Arzneimittel rezeptiert. Vielmehr sollten die Kassen Gelder aufbringen, die zur Sicherstellung der Arzneimittelsicherheit und somit zur Prüfung von Arzneimitteln eingesetzt werden können.

Von der Barmer hat Schulte bereits eine Abfuhr erhalten. Man werde kein zweites Mal Codiovan bezahlen, hieß es dort. Im Sommer hatte die Rentnerin Glück im Unglück, die Kasse übernahm auch die Aufzahlung. Die Rentnerin hat jetzt entschieden, selbst für die Mehrkosten aufzukommen. Ein Luxus, denn viele Betroffene können sich aufgrund der kleinen Rente die Aufzahlung nicht leisten.

Ändern müsse sich auch Einiges seitens der Politik. „Arzneimittel müssen besser überprüft werden. Die Mittel sind da, nur wird das Geld an anderer Stelle ausgegeben.“ Schulte fordert eine offene Politik zum Thema.

Schulte ist nicht die einzige verunsicherte Patientin. Vermehrt haben es Apotheken mit verunsicherten Kunden zu tun. Der MDR hat vor wenigen Stunden die Öffentlichkeit über einen bevorstehenden Rückruf beim Blutdrucksenker informiert und Patienten aufgefordert, ihr Medikamente nicht in die Apotheke zurückzubringen.

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