Samstagnachmittag: Apotheker organisiert Methadon für Krebspatientin

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Normalerweise schließt die Apotheke am Stadttor samstags um 14 Uhr, an diesem Tag hatte die Apotheke zufällig auch noch Notdienst. „Auch ohne Dienst hätten wir das gemacht”, sagt Simons. Denn bereits um 14.30 Uhr konnte er die dringend benötigten Medikamente „persönlich und sicher” im Heim abgeben. Das Pflegepersonal war „erleichtert”. Sein Fazit: „Der Dreiklang aus Apotheke-Arzt-Heim hat sehr gut funktioniert.“

Innerhalb von nur rund zwei Stunden nach dem Anruf des Heims konnte die Landapotheke der Krebspatientin helfen. Bei einer Versandapotheke hätte das in der Form nicht geklappt, ist sich Simons sicher: „Ich wüsste nicht, wie sie das machen könnte.” Seiner Ansicht nach funktioniert so etwas nur in einem eingespielten und vertrauten Netzwerk vor Ort. „Solche Strukturen müssen bestehen bleiben und dafür gilt es sich einzusetzen.”

Dieser Meinung ist unter anderem auch Apotheker Christian Redmann (Stadt-Apotheke, Ebermannstadt). Aus diesem Grund startete er Anfang Mai eine Petition mit dem Titel „Versandhandelsverbot für rezeptpflichtige Arzneimittel – Stellungnahme zum Koalitionsvertrag“. Bislang haben 44.601 Personen unterschrieben. Unterstützer haben noch zwei Monate Zeit, sich an der Petition zu beteiligen. Redmann erhofft sich durch ein Rx-Versandverbot die Stärkung der Apotheke vor Ort. „Helfen Sie mit, dass die schnelle Versorgung und eine gute Beratung durch das Versandverbote nachhaltig bestehen bleiben”, schreibt er in seiner Petitionsbegründung.

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