Raus aus der Komfortzone: Zwei Apotheken, dreifache Arbeit

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„Durch unseren attraktiven Standort haben wir glücklicherweise schnell gutes Personal gefunden, aber leider haben wir durch die Erweiterung auch Mitarbeiter verloren.“ Manche hätten die Veränderungen nicht mittragen können oder wollen. „Wir hatten 16 Mitarbeiter in der alten Apotheke, davon sind sechs in die neue, eine ist in die Schwangerschaftspause und drei haben wir verloren, sodass nur noch je sechs vom alten Team in den beiden Apotheken sind.“

Der Aderlass sei spürbar gewesen bei der Einarbeitung, denn die frisst einiges an Zeit und Kapazitäten. „Viele Mitarbeiter habe ich schon sehr lange, da weiß man blind, wie er oder sie etwas macht.“ Den neuen müsse man aber erst die Zeit lassen, Standards und Vorgehensweisen zu verinnerlichen. Manche kämen beispielsweise aus Apotheken, in denen die Beratung keine größere Rolle gespielt hat. „Wenn dann jemand am Ende des Kundengesprächs fragt ‚Noch was?‘, dann kriege ich die Krise“, sagt Haupt. „Da hat man höflich zu fragen, wie man dem Kunden sonst noch behilflich sein kann!“

Auch das Management des Personals von zwei Apotheken stellt ihn vor ungeahnte Herausforderungen. „Ich muss zugeben, das ist mehr Stress als ich erwartet hatte“, räumt er ein. „Wenn in einer Apotheke jemand krank ist, dann können Sie wetten: Sobald der wieder da ist, wird in der anderen Apotheke jemand krank.“

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