Preisrutsch bei tausenden Schnelldrehern

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Unter den inhalativ oralen Beta2-Sympathomimetika gibt es bei Formoterol und Salmeterol keine Probleme, im Durchschnitt sinken die Preise nur um 7 Prozent. Bei Indacaterol und Olodaterol verzichten die Originalhersteller auf Kürzungen von 50 beziehungsweise 25 Prozent.

Am massivsten betroffen sind die Wirkstoffe aus den neu festgesetzten Jumbogruppen der H1-Antagonisten/Antihistaminika und der Antipsychotika. Hier liegen die aktuellen Preise zwischen 20 und 40 Prozent über der neuen Erstattungsgrenze. Bei den Mitteln gegen Heuschnupfen sind vor allem Ebastin und Fexofenadin betroffen; hier gibt es nur weniger Generikahersteller, die ihre Preise jetzt deutlich absenken müssen. Bei Azelastin, Desloratadin und Levocetirizin liegen bereits mehrere Hersteller unter Festbetrag.

Bei den Antipsychotika gibt es einige Anbieter im günstigen Segment, zahlreiche Firmen müssen ihre Preise anpassen. Dabei gibt es je nach Packungsgröße und Wirkstärke teils erhebliche Einschnitte von 30 bis 50 Prozent. Bei Paliperidon liegt die Erstattungsgrenze 90 Prozent unter dem Listenpreis; Janssen hatte den Preis für Invega schon in der Vergangenheit nicht angepasst, sondern vor Gericht gegen die Festsetzung geklagt.

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