Preisanker: Und Apotheken müssen doch anrufen!

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Was steht drin? § 4 Absatz 8 des AVV regelt, dass vor der Abgabe eines Import- oder Originalarzneimittels mit einem höheren Preis als des vom Arzt verordneten Präparats bei Nichtlieferbarkeit Rücksprache mit dem verordnenden Arzt zu halten ist. Außerdem müssen die Rücksprache auf dem Rezept dokumentiert und das Sonderkennzeichen „Nichtverfügbarkeit“ aufgedruckt werden.

Was passiert jetzt? Laut LAV sind DAV und Vdek in Gesprächen, um eine Regelung im AVV zu finden. Solange gilt die Vorgabe des ergänzenden Vertrages und es muss angerufen werden. Das heißt also: „Bei den Ersatzkassen ist beim Überschreiten des Preisankers im Bereich Original/ Import im Falle von Nichtlieferfähigkeit weiterhin Arztrücksprache zu halten“, schreibt der LAV.

AOK: Gefahr gebannt. Auch für die AOK Niedersachsen wurde eine dem AVV entsprechende Vereinbarung getroffen. Allerdings kann hier grünes Licht gegeben werden. Die Kasse hat dem LAV bereits kurzfristig bestätigt, dass die in § 4 Absatz 12 des Vertrags zwischen LAV und AOK verankerte Rücksprachepflicht bei Überschreitung des Preisankers im Falle von Nichtlieferfähigkeiten im importrelevanten Markt vorerst ausgesetzt wird.

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