APD-Jahrestagung

Pharmazieräte nehmen Botendienst ins Visier APOTHEKE ADHOC, 08.10.2018 12:50 Uhr aktualisiert am 09.10.2018 16:58 Uhr

Eine Klarstellung gab es, dass laut ApBetrO ein Teearbeitsplatz in jeder Apotheke vorgeschrieben ist – unabhängig davon, ob Mischungen tatsächlich hergestellt werden. Für die Aufbewahrung der vorgeschriebenen Dokumenation nach Schließung einer Apotheke fordern die Pharmazieräte vom Gesetzgeber eine bundesweit einheitliche Regelung. Derzeit müssen je nach Bundesland die Nachfolger oder Erben die Unterlagen bis zu 30 Jahren lang aufheben, in anderen Bezirken sind die Dokumente der Aufsicht zu übergeben. Beim nächsten Gesetzesvorhaben solle das Bundesgesundheitsministerium (BMG) doch bitte grundsätzlich vorgeben, was mit den Unterlagen geschehen solle, so Bauer. Es geht um die Dokumentation nach Betäubungsmittelgesetz, Transfusionsgesetz sowie der Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln.

Außerdem geben die Pharmazieräte den Hinweis, dass das kostenlose Stellen oder Veblistern einen Verstoß gegen §299 StGB darstellen könnte. Dass der Gratisservice – wie er von Heimen gelegentlich erwartert wird – nach dem neuen Anti-Korruptionsgesetz strafbar sein könnte, hatten schon Juristen warnend zu Protokoll gegeben. Auch die Pharmazieräte geben bei jedem genehmigten Heimversorgungsvertrag laut Bauer einen entsprechenden Hinweis. Noch hat es allerdings keine gerichtliche Klärung dazu gegeben.

Ein Appell wegen der Zunahmen der Lieferengpässe richten die Pharmazieräte an die Hersteller: Derzeit bestünden bei vielen, zum Teil akut erforderlichen Arzneimitteln wie Adrenalinpens Lieferengpässe, „die teilweise durch abweichende Lieferwege verursacht werden“. Es sei daher nicht möglich, Patienten rechtzeitig oder überhaupt mit den benötigten Arzneimitteln zu versorgen. „Die APD fordert die pharmazeutischen Unternehmen auf, dem Pharmagroßhandel ausreichende Mengen dieser Arzneimittel zur Verfügung zu stellen, damit die Apotheken ihren Versorgungsauftrag zeitnah erfüllen können. Vor allem bei den sofort benötigten Notfallpräparaten muss eine zeitnahe Belieferung gewährleistet sein“, so die Resolution.

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