Neue Details vom PEI: Vor allem jüngere Frauen betroffen

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Klar müsse sein, dass es sich bei sieben Betroffenen unter insgesamt 1,6 Millionen Geimpften um eine sehr seltene potenzielle Nebenwirkung handelt. Und auch von der Anti-Baby-Pille seien Thrombosen als sehr seltene Nebenwirkung bekannt. Der Punkt bei diesem Vergleich sei aber, dass diese Nebenwirkung bei der verschreibungspflichtigen Pille explizit in der Patienteninformation aufgeführt werde. Jede Frau müsse von der verordnenden Ärztin oder dem verordnenden Arzt über dieses Risiko aufgeklärt werden. Beim Impfstoff hingegen sei die Sinusvenenthrombose mit begleitendem Blutplättchenmangel bisher nicht in der Patienteninformation aufgeführt.

Die sieben erfassten Betroffenen hatten sich nach PEI-Angaben auch Tage nach der Impfung weiter unwohl gefühlt und gesteigerte Kopfschmerzen gehabt. Menschen, die sich mehr als vier Tage nach der AstraZeneca-Impfung zunehmend unwohl fühlen – mit starken und anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen - sollten sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben, riet das PEI.

Zweit-Impfung nicht mixen

Jetzt schon einen Mix von Impfstoffen bei noch nicht erfolgter Zweitimpfung mit AstraZeneca zu diskutieren, hält das Institut für verfrüht. Ob es zu einem dauerhaften Aussetzen der Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff kommt, bleibe abzuwarten. Auch lägen noch keine Daten zu einer Kombination verschiedener Impfstoffe vor. „Aus diesen Gründen sollte derzeit der Impfschutz nicht mit einem anderen Impfstoff komplettiert werden.“

Bei Sinusvenenthrombosen kommt es zu einem Verschluss bestimmter Venen im Gehirn durch Blutgerinnsel. Zentrales Symptom sind Kopfschmerzen. Daneben können Erkrankte etwa epileptische Anfälle, Lähmungen oder Sprachstörungen bekommen. Ein Mangel an Blutplättchen wiederum führt zu einer erhöhten Blutungsneigung. Als Symptome treten punktförmige Einblutungen in die Haut oder Schleimhäute auf, gelegentlich auch starkes Nasenbluten.

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