Österreich: Gratis-Testung in Apotheken

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Vorgehen bei der Abrechnung steht

Auch zur Abrechnung gibt es bereits konkrete Pläne: „Die Verrechnung der Kosten erfolgt mit den Trägern der gesetzlichen Krankenversicherung über die Pharmazeutische Gehaltskasse. Den Krankenversicherungsträgern werden die Kosten vom Bund ersetzt. Für die Abrechnung werden derzeit eigene Abrechnungspositionen mit einer Sonder-PZN geschaffen.“ Der Kostenersatz für Material und Durchführung beläuft sich auf 25 Euro.

Die Apothekerkammer sieht in dem Angebot einen wichtigen Beitrag zur Pandemiebekämpfung. Durch die Mitwirkung an den Gratistestungen würde ein wesentlicher Beitrag zur erfolgreichen Pandemiebekämpfung geleistet werden. Darüber hinaus könnte der Stellenwert der öffentlichen Apotheke als flächendeckende, wohnortnahe und niederschwellige Gesundheitseinrichtung gestärkt werden. „Bitte beteiligen Sie sich daher nach Möglichkeit an den Gratistests“, heißt es im aktuellen Rundschreiben, „Das gilt vor allem für Apotheken in Regionen, in denen es noch kein öffentliches Testangebot gibt.“

In Österreich dürfen Schnelltests, anders als in Deutschland, auch an den Laien abgegeben werden. Möglich ist dies durch eine Sonderzulassungsregelung. Die Regelung betreffend der Zertifizierung von Schnelltests nach österreichischem Medizinprodukte-Gesetz wurde um einen Paragraphen in der Bundesabgabeverordnung ergänzt. Dort heißt es: „Ergänzend zu §113a Medizinproduktegesetz wird festgelegt, dass Schnelltests zum Nachweis eines Vorliegens einer Infektion mit Sars-CoV-2, die durch den Hersteller für eine Probennahme im anterior nasalen Bereich in Verkehr gebracht und mit einer CE-Kennzeichnung gemäß dem Medizinproduktegesetz […] versehen sind, jedoch vom Hersteller bisher nicht zur Eigenanwendung in Verkehr gebracht wurden, im Falle einer Pandemie grundsätzlich auch zur Eigenanwendung verwendet werden können.“

 

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