Kommentar

Null-Retax = Null-ErBarmen Nadine Tröbitscher, 24.04.2018 10:12 Uhr

Auf der anderen Seite heißt es in der Vereinbarung zwischen Deutschem Apothekerverband (DAV) und Kassen: Kein Schaden, keine Retax. Aber worin und bei wem sich ein Schaden materialisiert, ist nicht definiert! Der Patient wurde mit dem richtigen Wirkstoff in der richtigen Dosierung und Darreichungsform versorgt. Der Kasse entgeht im schlimmsten Fall der Rabatt. Weil der aber geheim bleiben soll, zahlt die Apotheke den gesamten Deckel.

Kulanz? „Kulanz ist schön, aber ich nehme lieber das Geld“, sagt einmal ein Retax-Mitarbeiter in vertrauter Runde. Der Apotheker bleibt auf den Kosten sitzen, die Kassen sparen und bauen ihr finanzielles Polster aus. Vor allem wenn es um Hochpreiser geht, kann die Disziplinarmaßnahme existenzbedrohend sein. Von einer ungerechtfertigten Bereicherung müsste die Rede sein, denn diese ist definiert, dass jemand (= Kassen) durch die Leistung eines anderen (= Apotheke) einen finanziellen Vorteil erlangt. Nur das haben die Richter in Kassel irgendwie ausgeblendet.

Ein finanzieller Vorteil auf rechtlicher Grundlage also. Für die Apotheke Selbstmord in Raten. Unbezahlte Leitung kann bei kleineren Beträgen erst ein Körperteil kosten und bei Hochpreisern den Todesstoß bedeuten. Auch das wäre ein Thema, wenn wir über die GKV-Finanzreserven reden, lieber Jens Spahn.

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