Pille danach: Unterhalt vom Apotheker

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Zunächst treffe aber stets die Patientin die Pflicht, sich im Beipackzettel zu informieren – besonders, weil die Situation eine besondere und die möglicherweise weitreichenden Folgen jeder Frau bekannt seien. Daher könne eine erhöhte Aufmerksamkeit bei der Lektüre des Beipackzettels vorausgesetzt werden. Allerdings entbinde das den Apotheker nicht davon, auf ein ihm offensichtliches Problem hinzuweisen. Wann im Einzelfall eine Beratungspflicht besteht und in welchem Umfang, sei genauso schwierig zu beurteilen wie Fragen zur Beweislast, so Douglas. Es gebe so gut wie keine Rechtsprechung, insbesondere nach der Verschärfung der ApBetrO.

Wie weit die Beratungspflicht des Apothekers geht und ob der Apotheker im Zweifelsfall grob fahrlässig gehandelt hat oder ob sein Verhalten aufgrund der unterlassenen Lektüre des Beipackzettels durch die Patientin quasi zurücktritt, lässt sich aus Douglas' Sicht nur im Einzelfall sagen.

Aus Sicht von Michael Jeinsen, Spezialversicherungsmakler für Apotheken in Berlin, sollten Apotheker in rechtlich ungeklärten Fällen wie diesem „die üblichen Richtlinien der Beratung sowie die speziell mit dem Präparat zusammenhängenden Vorgaben erfüllen“. Dazu gehörten etwa die Checkliste zur „Pille danach“ oder mögliche besondere Dokumentations- und Überweisungspflichten.

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