MyLife räumt mit „Apotheken-Legenden“ auf

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Geradezu sprichwörtlich als Klischee sind die „Apothekenpreise“. Die MyLife will mit der Legende aufräumen, die Apotheken seien für hohe Arzneimittelpreise verantwortlich. In Wahrheit seien die Apotheken nicht die Kostentreiber bei den Arzneimittelausgaben. Diese resultierten zum größten Teil aus der ärztlichen Verordnung verschreibungspflichtiger Fertigarzneimittel, die in Deutschland der Arzneimittelpreisverordnung unterlägen. Zusammen mit Rezepturen, Impfstoffen und anderen preisgeregelten Produkten liege der Umsatzteil bei mehr als 95 Prozent. „Das heißt: Bei weniger als fünf Prozent der in der Apotheke erhältlichen Arzneimittel kann der Apotheker den Preis frei festlegen.“

Arzneimittel seien auch nicht deshalb so teuer, „weil die Apotheker auch noch an der Rezeptgebühr verdienen“, räumt MyLife mit Legende Nummer 5 auf. Tatsächlich fungiere die Apotheke als „Inkassounternehmen“ für die Krankenkassen und ziehe die Rezeptgebühr in deren Auftrag vom Patienten ein – und gebe sie vollständig an die jeweilige Kasse weiter.

Viele Reisende schwärmten nach der Rückkehr aus dem Urlaub von den günstigen Arzneimittelpreisen im Ausland und beklagen sich über die hiesigen „Apothekerpreise“ (Legende 6). Oftmals sind dort erworbene, namensgleiche beziehungsweise gleich aussehende Medikamente aber nicht mit den heimischen Arzneimitteln identisch, warnt die MyLife. Hinzu kämen unterschiedlich hohe Mehrwertsteuersätze: Deutschland zählt zu den wenigen EU-Ländern, in denen Arzneimittel mit dem vollen Mehrwertsteuersatz belegt werden.

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