Kriminalität

Überfall – und nun? Julia Pradel, 06.05.2016 11:43 Uhr



Gleichgültige, vorwurfsvolle oder abwertende Reaktionen vergrößern die Not der Betroffenen. „Man sollte zuhören und Verständnis für die Situation aufbringen“, empfiehlt Pelka Chefs und Kollegen. „Wenn man Veränderungen bemerkt, sollte man dies ansprechen und Hilfe anbieten, aber nicht aufdrängen.“

Wichtig ist aus ihrer Sicht, möglichst frühzeitig psychologische Hilfe anzubieten. Die BGW beispielsweise zahlt für Betroffene fünf probatorische Sitzungen bei einem Psychotherapeuten. Dafür muss die Unfallversicherung informiert werden. „Ist der Betroffene nicht körperlich verletzt, wird aber häufig überhaupt keine Unfallmeldung erstellt“, heißt es bei der BGW. Wenn Apotheker einen Raub bei der Versicherung melden, nimmt diese Kontakt zu den betroffenen Mitarbeitern auf und bietet ihnen die Vermittlung zu einem Psychotherapeuten an.

„Wichtig ist, dass man schnell handelt“, betont Pelka. „Denn auch bei psychischen Problemen gilt: Schnell hilft doppelt. Wenn man schon in einem Vermeidungsverhalten drin ist, dann wird es schwieriger, wieder heraus zu kommen.“ Wenn nichts getan wird, kann sich aus einer akuten Belastungsreaktion eine akute Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) oder eine Angststörung entwickeln. Unbehandelt kann diese zu einer depressiven Störung oder sogar zum Substanzmissbrauch führen.

Um das zu verhindern, sind auch die Angehörigen und Kollegen gefragt, ein Auge auf die Betroffenen zu haben. Pelka rät: „Man sollte auf Auffälligkeiten oder Wesensveränderungen achten: Meldet sich der Mitarbeiter krank? Wirkt er angespannt? Ist er schreckhafter als sonst? Will er nicht mit dem Rücken zum Verkaufsraum stehen?“

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