Krankenkassen

DAK retaxiert weiter pharmazeutische Bedenken

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In einem anderen Fall hatte der Apotheker das Antidepressivum Opipramol abgegeben. Wieder war er vom Rabattvertrag abgewichen, weil der Patient eine teilbare Tablette benötigte. In seinem Einspruch gegen die Retaxation erklärte der Apotheker der DAK, dass die richtige Dosierung nicht gewährleistet sei, wenn der Patient die Tabletten mit dem Küchenmesser selbst teile.

Die Kasse blieb auch in diesem Fall hart. Zwar geht es jeweils nicht um besonders hohe Beträge, der Apotheker hat sich aber nach eigenen Angaben aus Prinzip gegen die Retaxationen gewehrt. Es könne nicht sein, dass die Kasse in die Therapie des Arztes eingreife, sagte er.

Offenbar handelt es sich nicht um Einzelfälle: Ein Kollege aus Nordrhein-Westfalen berichtet von fast identischen Retaxationen. Er habe einen „dicken Stapel“ Retaxationen für den Abrechnungsmonat Juli von der DAK erhalten. Dabei ging es jeweils auch um nicht begründete pharmazeutische Bedenken. Jetzt rechnet er mit weiteren Retaxationen, wenn die DAK spätere Monate prüft. Entsprechende Retaxationen von anderen Kassen habe er bislang nicht bekommen.

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