IhreApotheken vs. Pro AvO

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Für Menk und Schlapfner ist klar, dass es um eine schnelle Verbreitung geht. Zwar gibt es in den Apotheken viele Kontaktpunkte, aber ohne Werbemaßnahmen werde es nicht gelingen, eine Marke beim Kunden zu etablieren. Das zeigten schon die gigantischen Werbebudgets, die große Plattformanbieter wie booking.com oder in der eigenen Branche DocMorris investierten, um die Kunden zu locken. Aus diesem Grund ist die Beteiligung der Apotheker an den Plattformen auch kostenpflichtig. „Am Ende wird es von dem finanziert, dem es nutzt“, so Menk. Für die Apotheken werde es für die Bereitstellung minimalste Gebühren zahlen, nicht wie bei Booking, aber irgendwer müsse die Werbung schließlich finanzieren.

Schlapfner ergänzte, dass die Versandhändler zwölf Jahre Vorsprung hätten, was die Onlinesichtbarkeit betrifft. „Das sind im Grunde schon zwölf verlorene Jahre für die Apotheke. Wir müssen die Kunden jetzt frühzeitig daran gewöhnen, dass das E-Rezept in ihrer Apotheke vor Ort ist.“ Und die Noweda „erzieht“ die Mitglieder: Ein eigenes Team ruft regelmäßig in den Apotheken an, wenn eine Bestellung über IhreApotheken.de unbeantwortet bleibt. Der Erfolg der Plattform hängt schließlich von der Leistung aller Beteiligter ab.

Zur Kenntnis genommen haben beide natürlich die Ankündigung von DocMorris, eine eigene Plattform zu gründen und Apotheken an Bord holen zu wollen. Und vor allem, wie viele Apotheker sich vorstellen könnten, sich daran zu beteiligen. Die DocMorris-Lösung werde keine schlechte sein, erwartet Schlapfner. Daher müsse man jetzt so schnell wie möglich agieren. Der Vorteil des Zukunftspakts aus seiner Sicht ist eindeutig: „IhreApotheken ist in Apothekerhand, die wird nicht verkauft, außer alle Apotheker in der Noweda entscheiden sich, sie zu verkaufen.“ Auch Menk glaubt, dass die Apotheker bei der Auswahl einer Plattform pragmatisch sein werden: Die Apotheker werden Sachen ausprobieren und da bleiben, wo sie Bestellungen bekommen.“

Dass bei den Apothekern durchaus eine große Bereitschaft besteht, sich weiterhin in Kooperationen zu engagieren und bei den neuen Plattform-Konzepten mitzumachen, zeigen auch die Ergebnisse der Kooperationsstudie von aposcope.

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