Homöopathie: „Bildungsbedarf bei Apothekern“

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Das Ergebnis war zwiespältig: In 54 der 100 Beratungsgespräche stellten die Apotheker mindestens eine Frage aus den Beratungsleitlinien der BAK und haben in keinem Fall ausschließlich homöopathische Präparate empfohlen, sondern immer mehrere Präparate bei ihren Erstempfehlungen, darunter Halsschmerzmittel, abschwellende Nasensprays, Schmerzmitteln und Kombinationspräparate.

In 86 Fällen enthielten die Erstempfehlungen kein homöopathisches Arzneimittel. Hier fragte die Kundin, ob Homöopathie eine Alternative wäre. Bei 24 Gesprächen verneinte und bei 42 Beratungen bejahte dies der Apotheker. Bei den restlichen 20 wurde die Frage nicht eindeutig beantwortet; hier verwiesen die sie die Kunden darauf, dass häufig homöopathische Präparate in Kombination mit anderen „zur Unterstützung“ eingenommen würden.

Weiterhin fragte die Kundin in den 86 Gesprächen nach der Wirkung von Homöopathie. In lediglich 5 der 86 Fälle erklärten die Apotheker, dass die Wirkung empirisch nicht nachgewiesen sei. In 19 Fällen behaupteten die Pharmazeuten, dass die Wirkung durch klinische Studien eindeutig bewiesen sei. Bei 11 Beratungsgesprächen sagten sie, dass Wirkung durch das Erfahrungswissen nachgewiesen wäre. Abschließend fragte die Kundin nach einer endgültigen Empfehlung. Die überwiegende Mehrheit der Apotheker blieb bei ihrer Erstempfehlung. Nur fünf Personen boten zusätzlich homöopathische Arzneimittel an. Die Pharmazeuten gaben in 14 von 100 Fällen an, dass es bezüglich der Wirksamkeit zwischen homöopathischen und schulmedizinischen Mitteln keine Unterschiede gäbe.

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