Hausärzteverband: Praxen sollen Apotheken boykottieren

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Die in den letzten Jahren zunehmende Impfmüdigkeit in der Bevölkerung werde nicht durch die Hinzunahme neuer Impfstrukturen verbessert, sondern durch den massiven Ausbau staatlich geförderter und zielgerichteter Impfaufklärungskampagnen, eine ausreichende und planbare Verfügbarkeit von Grippeimpfdosen in den Arztpraxen und die sofortige und dauerhafte Anpassung der Impfvereinbarung mit der Möglichkeit zur Grippeimpfung für alle Altersgruppen in den Arztpraxen.

In dem Zusammenhang forderte die Vertreterversammlung erneut, dass Regresse abgeschafft und bürokratische Hürden bei der Impfstoffbestellung massiv reduziert werden. „Grippeimpfungen sind seit jeher zentraler Bestandteil der Patientenversorgung in Arztpraxen. Hausarzt- und Facharztpraxen stellen sich auch in der Coronapandemie uneingeschränkt dieser gesamtgesellschaftlichen Verantwortung.“

„Wie soll [...] in einer Apotheke auf eine akut auftretende medizinische Komplikation nach einer Impfung reagiert werden“, mahnte
der Präsident der Landesärztekammer, Günther Matheis, Anfang Juni in einer gemeinsamen Mitteilung. „Der Aufbau einer ambulanten Impfinfrastruktur in den Apotheken würde eine riskante und unnötige Parallelwelt schaffen.“

Der KV-Vorsitzende Peter Heinz warnte ebenfalls: „Der Versuch, Schutzimpfungen, welcher Art auch immer, einer direkten ärztlichen Kontrolle zu entziehen, kann für Patientinnen und Patienten gefährlich werden.“

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