Influenza

Grippeimpfstoffe: Engpass überrascht Politik

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Die Wahrheit sieht anders aus. Bundesweit melden sich seit einigen Wochen immer wieder Apotheker zu Wort, denen Impfstoff fehlt. Gelegentlich kommt dann Ware, sodass die Praxen doch noch beliefert werden können. Offizielle Stellen geben sich noch optimistisch: „Tatsächlich wurde in dieser Saison noch nicht so viel Grippeimpfstoff ausgeliefert wie im Vergleichszeitraum der vergangenen Jahren. Wir gehen aber davon aus, dass in den kommenden Wochen mehr Impfstoff ausgeliefert wird“, teilt etwa die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen mit.

Regionale Unterschiede werden auch aus Baden-Württemberg gemeldet. Im Großen und Ganzen seien die Apotheken jedoch gut versorgt. Auch in mehreren Regionen Niedersachsens sowie in Rheinland-Pfalz fehlte es – zumindest zeitweise – am saisonalen Impfstoff.

Sanofi (Vaxigrip Tetra), GlaxoSmithKline (Influsplit Tetra) und AstraZeneca (Fluenz Tetra) haben gegenüber dem PEI mitgeteilt, ihre Lagerbestände abverkauft zu haben. Diese befinden sich irgendwo zwischen Großhandel, Apotheke und Arztpraxen – oder wurden bereits verimpft. Von Mylan (Influvac Tetra) gibt es dazu beim PEI noch keine Meldung. Theoretisch könnten noch Chargen zur Freigabe eingereicht werden, denn dies muss von den Unternehmen nicht zuvor angemeldet werden. Doch die Hersteller sagen ab: Bei Mylan ist die Produktion nach Angaben der Hotline beendet.

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