Grippeimpfstoff 2019/20: Jetzt vorbestellen!

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Der Impfstoff wird mittels Säugetierzellen in einem zellkultur-basierten Verfahren hergestellt und kommt ohne Hühnerei als Brutstätte aus. Die Vakzine ist zur Influenza-Prophylaxe bei Erwachsenen und Kindern ab einem Alter von neun Jahren zugelassen. Flucelvax Tetra bietet eine aktive Immunisierung gegen Influenzaviren durch eine Induktion humoraler Antikörper gegen die Hämagglutinine. Diese Antikörper neutralisieren Influenzaviren. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Erythem.

In den USA hat die quadrivalente Vakzine bereits 2016 eine Zulassung erhalten, Seqirus produziert den Impfstoff in seinem Werk in North Carolina. In Deutschland hatte Seqirus bisher einen adjuvierten Grippeimpfstoff für Menschen ab 65 Jahren auf dem Markt. Nachdem das Unternehmen bei mehreren Rabattverträgen an Bord war, fehlte in dieser Saison die tetravalente Vakzine. Das Unternehmen war 2015 aus dem Zusammenschluss von CSL und der Abteilung für Grippeimpfstoffe von Novartis entstanden und ist der zweitgrößte Hersteller von Grippeimpfstoffen auf der Welt. Afluria, Begripal und Fluad gehörten zuvor Novartis beziehungsweise Hexal.

In dieser Saison sind die tetravalenten Grippeimpfstoffe erstmals Kassenleistung. Bei der Verteilung der Impfdosen lief jedoch nicht alles glatt. Im Großen und Ganzen ist der saisonale Impfstoff ausverkauft. Die Suche nach Grippeimpfstoffen kommt der Suche nach der Nadel im Heuhaufen gleich. Wohl dem, der Glück hat und noch eine Impfdosis über einen Import ergattern konnte. Denn auch der Ausruf des Versorgungsmangels durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) konnte den Engpass bislang nicht beheben: Weil nach § 79 Arzneimittelgesetz (AMG) kein Impfstoff zu bekommen ist, versuchen Apotheker per Einzelimport nach § 73 Absatz 3 an Ware zu kommen.

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