Sexuelle Belästigung

Grapscher im Team: Tipps für den Chef Carolin Bauer, 13.03.2018 10:33 Uhr

Eine Abmahnung kann demnach auch sinnvoll sein, wenn es sich um eine mittelschwere Belästigung, das heißt keine körperlichen Übergriffe, handelt. Der Chef sollte abmahnen, wenn der Täter die Vorfälle ernsthaft bereut und eine Entschuldigung vorliegt. Zudem müsse er davon ausgehen, dass es ein einmaliges Vergehen war und keine weiteren Vorfälle erwartet werden.

In größeren Apotheken kann der Inhaber auch prüfen, ob eine Versetzung des Mitarbeiters in Frage kommt. Wichtig dabei ist, dass der belästigte Arbeitnehmer ausreichend geschützt ist. Letzter Schritt ist eine Kündigung, die bei schweren Fällen wie körperlichen Übergriffen, Nötigung und Beleidigung sowie Wiederholungstaten ausgesprochen werden soll.

Auch wenn es keine akuten Fälle in der Apotheke gibt, sollten Inhaber vorbeugend informieren. Zur Prävention gehört es laut Antidiskriminierungsstelle, im Betrieb an das Verbot sexueller Belästigung am Arbeitsplatz zu erinnern. Bei Schulungen, Betriebsveranstaltungen oder mit Aushängen sollte über den Umgang mit sexueller Belästigung informiert werden.

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