Feuerlöscher in Apotheken: Das sollten Sie beachten

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CO2-Feuerlöscher sind teurer, aber die erste Wahl in Räumen mit technischem Equipment wie elektrischen Betriebsräumen, Serveranlagen, aber auch in Laboren. Denn anders als Pulver- oder Schaumfeuerlöscher hinterlassen sie keinerlei Rückstände. Wie der Name schon sagt, funktionieren sie mit Kohlenstoffdioxid, das unter Hochdruck auf den Brandherd gesprüht wird. Das Gas ist schwerer als Sauerstoff und verdrängt diesen, bis die löschwirksame Konzentration von weniger als 15 Volumenprozent Sauerstoff erreicht ist.

Doch auch CO2-Löscher haben einen Nachteil – und zwar einen erheblichen: Ihr Einsatz kann in kleinen und engen Räumen lebensgefährlich sein. Denn durch das innerhalb weniger Sekunden freigesetzte große CO2-Volumen kann sich die Kohlenstoffdioxidkonzentration in der Raumluft blitzschnell erhöhen. Bereits ab 2 Volumenprozent CO2 in der Atemluft kommt es zu einer starken Erhöhung der Atemfrequenz, ab 4 Volumenprozent treten zusätzlich Durchblutungsstörungen im Gehirn auf und ab 5 bis 8 Volumenprozent droht Erstickungsgefahr. Mögliche Warnzeichen sind ein verstärkter Atemtrieb oder Atemnot.

Vor allem Inhaber kleine Apotheken sollten deshalb genau prüfen, ob sich so ein Feuerlöscher für den Verkaufsraum oder andere Räumlichkeiten wie Büros oder Labore eignet, und auch falls das zutrifft genau auf die richtige Anwendung achten. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass ein Brand eine Ausnahme- und Gefahrensituation ist, in der die allermeisten Menschen nicht durchdacht, sondern intuitiv handeln. Zur Eignung von Räumlichkeiten für einen CO2-Feuerlöscher hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DVUG) Richtlinien vorgegeben: 5,5 m2 freie Grundfläche pro Kilogramm CO2. Bei den beiden gängigsten Größen bedeutet das: 11 m2 für einen 2-kg-Löscher und 27,5 m2 für einen 5kg-Löscher.

 

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