Feuerlöscher in Apotheken: Das sollten Sie beachten

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Lautermann rät Apotheken deshalb dringend von Pulverlöschern ab. „Die drei Apotheken, die wir beraten, benutzen alle Schaumfeuerlöscher“, sagt er. „Und die Preisdifferenz ist nicht besonders groß. Einen prüffähigen Pulverlöscher bekommt man für 50 bis 80 Euro, einen Schaumfeuerlöscher für 70 bis 110 Euro.“ Anders als Pulver- haben Schaumfeuerlöscher allerdings in der Regel ein Ablaufdatum und müssen je nach Modell aller zwei bis zehn Jahre ausgetauscht werden. Außerdem sind sie nur mit Zusätzen fortbeständig.

Der Löschschaum besteht im Wesentlichen aus einen Füllgas, Wasser und einem Schaummittel. Dessen genaue chemische Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Hersteller und ist oft Betriebsgeheimnis. Das Feuer wird durch den Trenneffekt abgetötet, also die Abtrennung des Brandes von der umgebenden Atmosphäre durch die Schaumdecke. Die Verdampfung des enthaltenen Wassers entzieht dem Brand zusätzlich Wärmeenergie und der Deckeffekt verhindert, dass explosive Gas-/Luft-Gemische entstehen.

Für umweltbewusste Anwender gibt es mittlerweile sogar Bio-Schaumfeuerlöscher: Deren Löschmittel enthält maximal 0,04% Fluortensidanteil, und ist frei von umweltschädigender Perfluoroctansäure und Silikonen. Laut Hersteller Gloria ist der Schaum zu 99 Prozent biologisch abbaubar. Den Schaum zu entfernen ist trotzdem kein Vergnügen, im Gegensatz zum Pulverlöscher beschränkt sich die Verschmutzung aber größtenteils auf den Brandherd. „Dort, wo es brennt, hat man sowieso eine Sauerei“, sagt Lautermann. Speziell für Apotheken ist neben Pulver- und Schaumlöschern aber auch eine dritte Feuerlöscherklasse relevant: sogenannte CO2-Feuerlöscher.

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