Festbeträge

Wieder Debatten um Zu- und Aufzahlung

, Uhr aktualisiert am 27.06.2014 16:44 Uhr

Aufzahlungen für die Versicherten fallen an, wenn die Hersteller den Preis für ihr Produkt nicht auf das Festbetragsniveau absenken. Das trifft vor allem auf Altoriginale zu. Weil die Festbeträge als Erstattungsgrenze nicht für die Privaten Krankenversicherungen (PKV) gelten, setzen die Unternehmen auf diese spezielle Klientel.

Klassisches Beispiel ist Sortis: Seit 1997 auf dem Markt, gehörte der Wirkstoff Atorvastatin seit 2005 zusammen mit Fluvastatin, Lovastatin, Pravastatin und Simvastatin zur Festbetragsgruppe der Statine. Der Hersteller Pfizer hatte seinen Preis von Anfang an nicht angepasst und den Fall bis vor das Bundessozialgericht gebracht.

Immerhin stehen den Kassenpatienten seit Patentablauf im März 2012 Generika zur Verfügung. Aktuell liegt der Apothekerverkaufspreis (AVP) von Sortis 163 Euro über Festbetrag. Noch größer ist die Differenz bei Zyprexa: Das Präparat kostet in der Dosierung zu 20mg derzeit 980,48 Euro, die Kassen zahlen nur 133,90 Euro. Die Differenz von 846,58 Euro müssten theoretisch die Patienten zahlen. Allerdings gibt es auch hier wegen Patentablauf und Austauschbarkeit der verschiedenen Tabletten mittlerweile Generika.

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