EU-Datenschutz-Grundverordnung

Faktencheck DS-GVO Nadine Tröbitscher, 28.03.2018 10:05 Uhr

Welche Aufgaben hat der Datenschutzbeauftragte?
Der Datenschutzbeauftragte ist intern wie extern Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Datenschutz. Er muss mit den Aufsichtsbehörden kooperieren und die Einhaltung der Vorgaben überwachen. Er muss ein Verfahrensverzeichnis – einen Überblick über alle Datenverarbeitungsprozesse in der Apotheke – führen. Verfahrensverzeichnisse dienen der Einhaltung der DS-GVO und sollen detaillierte Angaben zu den einzelnen Datenverarbeitungsvorgängen wie Zweck, Betroffener, Empfänger, Sicherheitsvorkehrungen und Speicherfristen enthalten. Auch die Überwachung der Einhaltung des Datenschutzkonzeptes gehört zu seinen Aufgaben.

Was ist ein Datenschutzkonzept?
Der Datenschutzbeauftragte muss für die Apotheke ein Datenschutzkonzept erarbeiten. Mitarbeiter sollen so über die eigenen Standards informiert werden. Zudem gilt das Konzept als Rechtfertigung gegenüber den Aufsichtsbehörden. Zum Inhalt zählt auch der Umgang mit Datenpannen, denn diese müssen innerhalb von 72 Stunden angezeigt werden. Außerdem soll das dauerhafte Training der Mitarbeiter dokumentiert werden, denn dies soll nachweisbar und regelmäßig stattfinden.

Was ist mit alten Kundenkarten?
Alte Kundenkarten haben grundsätzlich Bestandsschutz, aber nur, wenn sie schon bisher den Bedingungen der DS-GVO genügen. Also in den Bereichen, für die die Kunden ihre Einwilligung per Unterschrift bestätigt haben. Jedoch dürfen ab dem 25. Mai die Daten für eine Verarbeitung darüber hinaus nicht verwendet werden. Apotheker müssen also prüfen, ob alle relevanten Vorgänge mit den alten Einwilligungserklärungen abgedeckt werden. Wenn nicht, müssen diese angepasst werden und der Kunde aktiv – per Unterschrift – seine ausdrückliche Einwilligung bestätigen. Kunden müssen wissen, welche Daten verarbeitet werden und wohin diese weitergeleitet werden. Kundenkarten, die seit 1,5 Jahren ungenutzt sind, sollen gelöscht werden. Für „temporäre Kunden“, die lediglich ein Arzneimittel erwerben, ist zu diesem Zweck keine Einwilligungserklärung erforderlich.

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