Erste „OhneArztPraxis“ öffnet in Baden-Württemberg

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Dr. Jens Steinat, Inhaber einer hausärztlichen Praxis im Nachbarort Oppenweiler, ist einer der ersten Ärzte, die sich für die Teilnahme an dem Projekt entschieden haben. „Wir versorgen bereits jetzt die Nachbargemeinden mit geringer Arztdichte oder fehlenden Hausärzten mit“, so der Arzt. „Wir wollen unseren Patienten ergänzend eine zukunftsfähige und innovative Versorgung mit telemedizinischen Möglichkeiten bieten, zusammen mit einem jederzeit möglichen persönlichen Arzt-Patientenkontakt.“ Technisch sei die Telemedizin heute bereits so weit entwickelt, dass für viele Untersuchungen gar kein persönlicher Kontakt mehr nötig ist. So übertrügen Stethoskope die Herz- und Lungentöne über sichere Kommunikationsleitungen an entfernte Standorte, wo der Arzt sie befunden kann.

„Das Projekt ist auf die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort und der Gemeinden angewiesen“, sagt Uwe Bossert, der Spiegelberger Bürgermeister. „Wir unterstützen es durch die Bereitstellung der Räumlichkeiten und der Geräteausstattung, denn eine ärztliche Versorgungsmöglichkeit im Ort halten wir für sehr wichtig.“ Die medizinische Diagnostik und Behandlung sei dabei nur ein erster Schritt. Das Konzept sehe vor, auch die Versorgung mit Arzneimitteln über elektronische Rezepte und Botendienste sicherzustellen. Auch weitere medizinische Dienstleistungen wie ein Sanitätsfachhandel oder Physiotherapie sind denkbar.

Gefördert wird das Vorhabens in Höhe von knapp 200.000 Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Bundesprogramms für ländliche Entwicklung. Über die politischen Standesorganisationen und Ministerien werden aktuell in vielen Regionen Deutschlands bereits Gespräche über weitere mögliche Standorte der TeleMedicon-Praxen geführt. „Moderne ersorgungskonzepte helfen den Regionen dabei, mit den Städten gleichzuziehen oder hier sogar eine bessere Versorgung anzubieten“, so Gantner.

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