Entlassmanagement

Neue Retax-Falle: Klinikrezepte

, Uhr aktualisiert am 25.03.2016 14:48 Uhr



Stellt der Klinikarzt ein Rezept aus, muss der Patient es innerhalb von drei Werktagen in einer Apotheke einlösen. Andernfalls verliert es seine Gültigkeit. Die verkürzte Frist ist aus Sicht des G-BA sinnvoll, weil mit den Rezepten eine unmittelbare Versorgung nach der Entlassung aus dem Krankenhaus sichergestellt werden soll. Da die Ärzte normale Muster-16-Rezepte verwenden, müssen diese entsprechend gekennzeichnet werden.

Ist das Rezept nicht richtig ausgestellt, muss der Patient zurück ins Krankenhaus, um es ändern und abzeichnen zu lassen. Die von der ABDA vorgeschlagene Möglichkeit, Änderungen oder Ergänzungen nach Rücksprache mit dem Arzt in der Apotheke vorzunehmen, wurde vom G-BA nicht aufgegriffen.

Eine Klarstellung hat der G-BA noch in Sachen Lenalidomid, Pomalidomid oder Thalidomid vorgenommen. Arzneimittel mit diesen Wirkstoffen dürfen nur auf T-Rezepten verordnet werden, die allerdings dann auch nur drei Tage gültig sind.

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