Eigenes Sterillabor: Omnicare kauft LGHO

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Der Umsatz konnte zwar in den vergangenen Jahren auf knapp 40 Millionen Euro gesteigert werden, dies hing jedoch vor allem mit dem vermehrten Einsatz von Hochpreisern zusammen und schlug sich nicht auf der Ertragsseite nieder. Hinzu kommt, dass am bestehenden Standort aufgrund räumlicher Besonderheiten maximal 65.000 Rezepturen pro Jahr hergestellt werden können und bei höheren Stückzahlen ein Umzug unausweichlich wäre.

Mit LGHO standen zuletzt Ernst-Otto von Drachenfels sowie Dr. Lutz Hinz. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt gemacht. Zum Vergleich: Undin Gelpke, Inhaberin der Medici-Apotheke in Leipzig, hatte ihre Anteile von rund 20 Prozent dem Vernehmen nach zuletzt für vier Millionen Euro verkauft.

Parallel übernahm Omnicare laut Tamimi auch den Kundenstamm des Großhändlers Orca2, ebenfalls ein Unternehmen des Barons. Drachenfels hatte 2007 den Vorgänger Orca Pharm für rund 30 Millionen Euro an die heutige Teva-Tochter AWD verkauft.

Omnicare war zunächst als Zusammenschluss von rund 50 Apotheken gegründet worden und hatte unter anderem den Spezialgroßhändler Megapharm sowie mehrere MVZ und ein Krankenhaus für Psychosomatik und Psychotherapie übernommen. Mit einem Umsatz von 600 Millionen Euro hat der Großhandel den größten Anteil, 8 Millionen Euro entfallen auf den Servicebereich. Für den Aufbau einer onkologischen Plattform beteiligte sich 2019 der Finanzinvestor Equistone Partners Europe mehrheitlich an dem Unternehmen. Die Apotheken sollten „signifikant beteiligt“ bleiben, hieß es damals.

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