Der Server stand im Keller: Apotheker bangt um Daten

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In dieser Straße in Bad Münstereifel befindet sich die Schwanen-Apotheke von Heinz Pielen.

Pielen kann darauf hoffen, dass die Datenrettung gelingt. Die Festplatten sind wasserdicht und können in der Regel – notfalls von IT-Forensikern – ausgelesen werden, außerdem gibt es Back-ups. Der Inhaber hofft, dass sich alles retten lässt, eine neue Anlage hat er schon bestellt. Vielleicht kann er bald schon wieder normal öffnen. Das wäre auch für die Bevölkerung wichtig, denn eine andere Apotheke in Bad Münstereifel hat vermutlich einen Totalschaden erlitten.

Der Strom- und Serverausfall hat Pielen wieder einmal vor Augen geführt, wie abhängig das ganze System mittlerweile von der Technik ist. Die Abgabe auf Rezept sei praktisch unmöglich geworden. „Wir können uns jetzt weder um die Rabattverträge der Krankenkassen kümmern, noch die Packungen aus Securpharm ausbuchen“, so der Apotheker. „Wenn jemand mit einem Rezept kommt, schreiben wir die PZN auf, damit unsere Bestände stimmen.“

Das ist Pielen derzeit auch nicht so wichtig. Er hat vor Ort das Technische Hilfswerk und das Rote Kreuz versorgt, wenn diese spontan etwas benötigten. Und vor allem ist der Apotheker froh, dass niemandem aus seinem Team etwas passiert ist. Zwei seiner Angestellten haben die Flutnacht in den Räumen oberhalb der Apotheke verbracht, weil sie nicht mehr weggekommen wären und die Apotheke auch nicht allein lassen wollten. Jetzt helfen alle bei den Aufräumarbeiten.

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