Das Impfstoffdilemma

, Uhr aktualisiert am 21.11.2018 15:47 Uhr

In Berlin freut man sich hingegen über volle Kühlschränke. Die Behörden sehen ausreichend Nachschub, von Engpass keine Spur. Dies könne auf die Rahmenvereinbarung mit der AOK Nordost zurückgeführt werden. Seit 2011 organisiert die Kasse die Versorgung mit Grippe-Impfstoffen für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Apothekerverbänden.

Gut Lachen hat man auch im Südwesten, denn hier scheint die Versorgung gesichert. „Von einem massiven Mangel ist uns nichts bekannt“, teilte eine Sprecherin des Sozialministeriums in Stuttgart mit. Zwar habe es Meldungen gegeben, wonach in manchen Regionen Baden-Württembergs der Impfstoff vergriffen sei. Für ein größeres Gebiet gelte das bisher aber nicht.

Bundesweit hätten sich bislang 1300 Praxen beim Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gemeldet, die Impfstoff benötigten. In welchen Regionen größere Engpässe bestehen, werde noch geprüft. Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, Vorschriften für die Beschaffung des Grippeimpfstoffs angesichts regionaler Engpässe zu lockern – so können sich Praxen oder Apotheken auch untereinander aushelfen und dass aus anderen Ländern der Europäischen Union bezogene Impfstoffe in den Apotheken abgegeben werden. „Klar muss sein: Jeder, der will, muss sich gegen Grippe impfen lassen können“, sagte Spahn.

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