Das Impfstoffdilemma

, Uhr aktualisiert am 21.11.2018 15:47 Uhr

Auch in Bayern werden die Impfstoffe knapp. Es gebe erste Probleme bei Ärzten, die jetzt nachbestellen wollten, berichtete der Bayerische Hausärzteverband. In manchen Praxen sei der im Sommer bestellte Impfstoff schon aufgebraucht. „Es ist zu vermuten, dass es jetzt schon zu Engpässen kommt, weil es den Vierfachimpfstoff auch für Kassenpatienten gibt“, sagte eine Sprecherin. Deshalb ließen sich womöglich mehr Menschen impfen. Just heute seien Meldungen über erste Engpässe unter anderem aus Augsburg, Unterfranken und der Oberpfalz beim Verband eingegangen.

Das bayerische Gesundheitsministerium teilte mit, es gebe keine Informationen über einen generellen bayernweiten Versorgungsengpass. Es könne jedoch sein, dass es vereinzelt zu Lieferengpässen komme. „Solange kein bayernweiter Versorgungsengpass vorliegt, besteht für die zuständigen bayerischen Behörden allerdings kein Handlungsbedarf – auch wenn das Bundesministerium für Gesundheit derzeit die Bekanntgabe eines Versorgungsengpasses für saisonale Influenza-Impfstoffe vorbereitet“, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

Eng wird es auch in Hessen. Wer sich noch impfen lassen möchte, sollte schnell sein, denn laut Apothekerverband kann kein Impfstoff nachgeordert werden und die Vorräte sind seit dieser Woche erschöpft. Der Verband und ein Hersteller hatten ein Kontingent vereinbart, aus dem die hessischen Apotheken Ware bestellen konnten. Impfstoffe ohne Kanüle sind bereits seit dem 6. November nicht mehr zu haben, Vakzine mit Kanüle können seit Anfang der Woche nicht mehr bestellt werden. Dass die hessischen Apotheken noch Vorräte haben, bezweifelt der Apothekerverband.

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