DAK vergisst eigene Genehmigung

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Der Inhaber glaubt nicht mehr an Zufälle. Denn einem Kollegen sei dasselbe passiert. „Der versorgt ein behindertes Kind mit Trinknahrung, die Genehmigung gilt für das ganze Jahr. Trotzdem retaxiert die Kasse regelmäßig mehrere hundert Euro und der Kollege muss seinem Geld hinterher laufen. Aus meiner Sicht ist das eine Masche. Die setzen darauf, dass nicht jeder widerspricht.“

Tatsächlich stellen in der Hilfsmittelversorgung neben den zu erfüllenden Abrechnungskriterien auch Formfehler eine Hürde dar. Sechs typische Retax-Fallen:

Falle 1: Mischverordnungen
Für das Verordnungsfeld der Muster-16-Rezepte sind maximal drei Präparate zugelassen. Arzneimittel, Hilfsmittel oder Verbandsstoffe können verschrieben werden. Mischverordnungen sind nicht zulässig, das bedeutet, ein Hilfsmittel darf nicht zusammen mit einem Arzneimittel verordnet werden. Für die Praxis heißt das: Diabetikern müssen Nadeln oder Lanzetten und Teststreifen gesondert verschrieben werden.

Falle 2: Ziffer „7“
In den Feldern, die Ergänzungen zur Verordnung anzeigen, die sich links neben der Apotheken-IK befinden, muss im Feld Hilfsmittel die Ziffer „7“ angegeben sein. Fehlt der Zusatz, kann retaxiert werden.

Falle 3: Diagnose angegeben?
Für Hilfsmittelrezepte gilt: Der Arzt muss auf der Vorderseite der Verordnung eine Diagnose angeben. Laut Hilfsmittelrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ist der Arzt dazu verpflichtet. In §7 Abs. 2 heißt es: „In der Verordnung ist das Hilfsmittel so eindeutig wie möglich zu bezeichnen, ferner sind alle für die individuelle Versorgung oder Therapie erforderlichen Angaben zu machen. Die Vertragsärztin oder der Vertragsarzt soll deshalb unter Nennung der Diagnose und des Datums […] angeben“. Hat der Arzt die Angabe versäumt, darf die Apotheke laut §7 Abs. 4 Änderungen und Ergänzungen nach Rücksprache auf der Verordnung vornehmen, diese „bedürfen einer erneuten Arztunterschrift mit Datumsangabe“.

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