Corona-Massenimpfung: So soll es in den Impfzentren zugehen

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Für ein einzügiges Impfzentrums mit vier Impfplätzen werden laut Konzept maximal 18 Mitarbeiter benötigt: Damit können bei vier Impfplätzen bis zu 20 Personen je Stunde geimpft werden. Für die Leistungen pro Tag müssen erforderliche Pausenzeiten und Zeiten für den Personalwechsel mit einberechnet werden: „Durch Erhöhung der Personalkapazität – insbesondere von Ärztinnen und Ärzten, zwei- oder mehrzügiger Parallelbetrieb bzw. Schichtbetrieb – sollten die Impf-Kapazitäten entsprechend an die zur Verfügung stehenden Impfstoffdosen und die Anzahl zu impfender Personen angepasst werden können, sobald Informationen dazu vorliegen.“

Ärzte werden durch das Land gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVN) „rekrutiert und für die örtliche Besetzung der Impfzentren“ gemeldet. Die Delegation ärztlicher Leistungen an medizinisches Fachpersonal sei möglich. Der verantwortliche Arzt habe dazu eine Auswahlpflicht für die Eignung der betreffenden Person, eine Anleitungspflicht und die Durchführung zu überwachen. Insbesondere medizinische Fachangestellte oder Gesundheits- und Krankenpfleger könnten als impfbefähigtes Personal herangezogen werden, heißt es weiter. Als Unterstützungskräfte kommen in Niedersachsen primär um Beschäftigte der kommunalen Verwaltungen in Frage. Alternativ sei auch ein Einsatz von studentischen Hilfskräften, geringfügig Beschäftigten oder Beschäftigten eines externen Dienstleisters möglich. Die Unterstützungskräfte sollen die Aufgaben der Betreuung, verschiedenster Hilfestellungen für zu impfende Personen sowie Unterstützungen für die übrigen Stationen übernehmen.

Für die Sicherheit soll auch gesorgt werden: Es könne je nach öffentlicher Wahrnehmung erforderlich werden, über den Sicherheitsdienst hinaus, eine zeitweise Präsenz der Polizei vorzusehen. Zusätzlich müsse ein 24/7-Objektschutz sichergestellt werden. An einen externen Objektschutz seien erhöhte Anforderungen zu stellen, einschließlich einer besonderen Sicherheitsüberprüfung des eingesetzten Personals sowie einer Videoüberwachung des Impfstofflagers.

Eine Impfstraße besteht aus fünf Stationen: Anmeldung, Registrierung, Impfgespräch, Impfung und Wartebereich. Insgesamt dauert der Prozess etwa 30 Minuten, wobei drei Minuten für das ärztliche Impfgespräch vorgesehen sind.

 

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