Buse: Versender brauchen kein Thermostat

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Buse warnt zudem, dass eine Ausweitung der GDP-Richtlinie nicht nur für Versandapotheken, sondern auch für Vor-Ort-Apotheken folgenschwer wäre: „Das würde auch millionenfach Botendienste betreffen. Oder sollen Fahrradkuriere mit Temperaturloggern ausgestattet werden?“ Aus seiner Sicht würde eine Ausweitung besonders die kleinen Apotheken treffen, „denn die großen finden eine Lösung“.

Aus Sicht von Engelen erfüllen Apotheken und Großhändler im Rahmen der Zustellung auf kurzen Wegen die Vorgaben bereits heute. Von einer Unterscheidung zwischen einer schnellen Zustellung und einem langen Transport will Buse aber nichts wissen: „Wenn man die GDP-Richtlinie liest, dann stellt man fest, dass es diese Unterscheidung nicht gibt.“ Aus seiner Sicht wäre das auch absurd: „Dann müsste sich ein Berliner Großhändler in der Stadt nicht an die GDP-Vorgaben halten, für die Belieferung von 50 Kilometer entfernten Apotheken dann aber doch.“

Ohnehin ist fraglich, ob der Antrag der AKNR zu Änderungen führen wird – selbst wenn die Delegierten ihm zustimmen. In einer Stellungnahme an die Noweda hatte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) erklärt, dass die Regelungen zu recht unterschiedlich seien – wegen unterschiedlicher Rechtsgrundlagen, Transportzeiten und Liefermengen. Aus Sicht des BMG muss aber auch beim Versandhandel sichergestellt werden, „dass Qualität und Wirksamkeit erhalten bleiben“.

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