APOSCOPE

Cannabis-Studie – Insights aus der Apotheke

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Bei Fragen zur Verfügbarkeit verweist die ABDA-Sprecherin an die Ärzte: „Die ABDA erfasst die Liefersituation bei medizinischem Cannabis nicht systematisch, da sich diese täglich ändern kann. Bei Lieferengpässen kann der verordnende Arzt oft für den jeweiligen Patienten auf ähnliche Sorten anderer Hersteller ausweichen.“ Sei die ärztlich verordnete Sorte Cannabisblüten eines Herstellers nicht lieferbar, dürfe die Apotheke sie nur nach Rücksprache mit dem Arzt gegen eine andere Sorte austauschen. Bei einzelnen Sorten von medizinischem Cannabis seien Lieferengpässe möglich, wenn Chargen ausverkauft und neue noch nicht freigegeben seien.

Die Apotheken begegnen der Herausforderung laut der aposcope-Umfrage mit unterschiedlichen Mitteln: Während das Thema in zwei von drei Teams schon besprochen wurde, haben 36 Prozent einen spezialisierten Kollegen. Jede vierte Apotheke hat sogar einen internen Prozess- und Beratungsleitfaden erstellt. Und in 16 Prozent der Apotheken wurde eine Teamfortbildung absolviert.

Und wo sehen Apotheker und PTA den größten Optimierungsbedarf? Wie so oft in der Kommunikation. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Beteiligten könnte jedem vierten Befragten zufolge verbessert werden. Dahinter sehen jeweils 21 Prozent beim Ausstellen der Rezepte sowie der Informiertheit noch großes Verbesserungspotenzial. Nur 17 Prozent gaben dagegen an, das alles klappt und die Ärzte gut informiert und kooperativ sind.

An der Umfrage von aposcope beteiligten sich im am 5. und 6. Juli 2019 insgesamt 508 Apotheker und PTA. Das Panel von aposcope besteht aus mehr als 2000 verifizierten Apothekerinnen, Apothekern und PTA.

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