Bareinzahlung: PKA macht Kasse

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Als die PKA in eine Filiale versetzt wurde, hörten zumindest die Bargeld-Diebstähle auf. Anders als in der Hauptapotheke ging man hier mit der Dokumentation und den Bankeinzahlungen generell anders um, sodass Manipulationen aufgefallen wären. Inzwischen wurde der Mitarbeiterin gekündigt. Gegen sie laufen sowohl Strafermittlungen durch das Landeskriminalamt als auch ein arbeitsgerichtlicher Prozess.

Rückwirkend muss der Apotheker einsehen: „Das System in der Hauptapotheke war lückenhaft – aber es hat jahrzehntelang gut funktioniert.“ Das etwas andere System in der Filiale hatte dort Schlimmeres verhindert. Trotzdem setzt der Apotheker auch weiterhin auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit seinem Team. „Anders geht es gar nicht“, findet er. Schließlich könne man kaum verhindern, wenn jemand in die Kasse greife. „Das Team und auch ich sind sehr geschockt, dass uns so etwas passierte. Wir stehen das jedoch erhobenen Hauptes durch.“

Enttäuscht ist der Apotheker von den Arbeitszeugnissen: „Die sind zu nichts zu gebrauchen“, so sein Fazit. Denn obwohl die früheren Arbeitgeber der PKA ebenfalls bestohlen worden seien, hätten sie keinen Hinweis darauf in das Zeugnis geschrieben. Und selbst wenn die PKA vorbestraft gewesen wäre, hätte er nichts davon gewusst. Nach den jüngsten Erfahrungen wünscht er sich eine Art Führungszeugnis für Apothekenmitarbeiter, das bei den Kammern geführt werden könnte.

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