Schlussstrich: Alte Apotheke wird City-Apotheke

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Außerdem hatte Ahaus nach der Razzia in der Alten Apotheke die Ersatzversorgung für die Praxen übernommen, die nicht mehr beliefert werden konnten. Das geschah auf Grundlage eines internen Vertrages, den Ahaus und S. miteinander geschlossen hatten. Das zuständige Gesundheitsamt hatte den Vertrag zur Absicherung der Versorgung als Voraussetzung für die Zulassung des Labors gefordert.

Auch darüber hinaus war Ahaus geschäftlich mit Peter S. verbandelt: Beide Apotheker waren Gesellschafter des Großhändlers AKP Plus. Als Peter S. bereits im Gefängnis saß, kauften die drei übrigen Gesellschafter seine Anteile für rund 600.000 Euro zurück, da der Ausschluss von Gesellschaftern vertraglich vorgesehen war. Correctiv zufolge ist die Zahlung für die Justiz relevant, da das Vermögen von S. zum Zeitpunkt der Einziehung bereits beschlagnahmt worden war.

Der mutmaßliche Pfusch-Apotheker Peter S. hatte die Apotheke vor einem Jahr an seine Mutter übergeben, nachdem er im Herbst 2016 festgenommen worden war. Doris S. hatte die Apotheke schon einmal geführt, aber 2009 an ihren Sohn übergeben. Die Apothekerin steht allerdings selbst im Fadenkreuz: Wie das Gesundheitsamt Bottrop auf Nachfrage bestätigte, prüft es einen Entzug ihrer Betriebserlaubnis.

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