Aufsicht verbietet Zoely-Import

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Der Verband hat dazu ein Rechtsgutachten erstellen und den zuständigen Behörden zukommen lassen. Doch bislang hätten sich die Länder nicht auf eine einheitliche Rechtsauffassung verständigt, das BMG wolle in dieser Frage offenbar keine Klarstellung. „Und damit wächst das Risiko, dass sich die betroffenen Frauen die Präparate auf dem Graumarkt oder illegal beschaffen“, so Fuchsberger-Paukert. „Die deutsche Kleinstaaterei blockiert also eine sichere Arzneimittelversorgung.”

Auch ein Appell an die damit befassten Bundestagsabgeordneten, im Rahmen der Beratung des Gesetzes für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) eine gesetzliche Klarstellung zu erreichen, sei von diesen nicht aufgegriffen worden, beklagt der VEIA. Ein Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) blieb ebenso folgenlos.

Jetzt will der Verband den Druck auf die Politik erhöhen: Von dem Lieferengpass betroffenen Patientinnen sollen sich an ihre Apotheke wenden, die dann mit Unterstützung eines Einzelimporteurs klären kann, ob der Bezug nach Ansicht der jeweils zuständigen Landesbehörde zulässig ist. „Wir werden die Ergebnisse auswerten und, falls notwendig, auch öffentlich machen, welche Bundesländer den Bezug blockieren“, so Frau Fuchsberger-Paukert. Während NRW den Import in diesem Fall verbiete, habe das Regierungspräsidium Darmstadt für Hessen grünes Licht gegeben.

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