Apothekerin im Clinch mit der Sparkasse

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Ihre Kunden zur Kartenzahlung umerziehen möchten Meding und ihre fünf Angestellten dennoch nicht. Schließlich würde dies das Gebührenproblem nicht lösen: „Jede Buchung mit dem Kartenleser kostet mich acht Cent. Wenn 300 Leute am Tag in meine Apotheke kommen und mit Karte zahlen, kommt da wieder so ein großer Betrag zusammen, den ich eigentlich auf die Kunden umlegen müsste. Das wäre ein endloser Rattenschwanz“, erklärt die Apothekerin.

Alternativen zur Sparkasse gibt es in der vorpommerschen Stadt kaum. Im Ort mit 15.000 Einwohnern gibt es nur drei ansässige Banken. „Bei der einen Bank wurde ich mit großen Augen und verwundert angeschaut, als ich erzählte, dass ich Geldrollen brauche. Die Banken wollen doch heutzutage nichts mehr mit Bargeld zu tun haben“, berichtet Meding. Stattdessen schließt sich die Apothekerin mit den anderen Händlern aus Ribnitz-Damgarten zusammen.

„Das Problem betrifft ja nicht nur mich. Aber man kann ja vieles untereinander lösen, wenn man nur miteinander redet. Der eine braucht mehr Kleingeld, der andere mehr Großgeld und dann tauscht man sich eben zurecht“, so Meding. Dennoch sei es traurig, dass solch Improvisationen überhaupt nötig sind. Ein Ende der Gebührenspirale ist laut der Apothekerin aktuell nicht abzusehen, auch die Gebühren fürs Online-Banking sollen bei der Sparkasse demnächst angepasst werden. „Und das immer zu Lasten der kleinen Leute“, seufzt Meding.

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