IW-Studie

Apotheker und PTA im Gehaltsvergleich APOTHEKE ADHOC, 13.08.2019 10:46 Uhr

Um Näherungswerte zu finden, an denen man sich orientieren kann, empfiehlt sich sowohl ein Blick in den Tarifvertrag der Adexa als auch in den Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit (BA), der die Durchschnittseinkommen verschiedener Berufsgruppen zusammenfasst. In beiden werden die Gehälter brutto ausgewiesen, sodass auch verschiedene Steuerklassenkombinationen berücksichtigt werden können, wenn man die Zahlen in das Tool zur Einkommensverortung eingibt, die das IW im Rahmen seiner Studie bereitstellt.

So verdient ein approbierter Apotheker laut BA im Durchschnitt 4870 Euro brutto im Monat, eine weibliche Kollegin erhält mit 4297 Euro schon spürbar weniger. Ist der männliche Approbierte mit 40 Jahren unverheiratet, kinderlos und lebt allein, wird also nach Steuerklasse 1 besteuert, erhält er rund 2900 Euro im Monat. Damit gehört er bereits zu den oberen 20 Prozent der Gesellschaft. Nur 18 Prozent der Deutschen verdienen dann mehr als er, 82 Prozent sind ärmer. Seine Kollegin im gleichen Alter und gleichen Lebensumständen rangiert bereits etwas tiefer, sie gehört „nur“ noch zum meistverdienenden Viertel der Gesellschaft: Sie erhält rund 2600 Euro netto, 24 Prozent verdienen mehr als sie, 76 weniger.

Etwas anders sieht es schon aus, wenn die beiden verheiratet sind, also beide nach Steuerklasse 4 besteuert werden, und zwei Kinder unter 14 Jahren haben. Beide haben dann zwar immer noch in ungefähr gleich viel Netto vom Brutto. Dann rutscht er im Schnitt auf ihr Vergleichsniveu herab: Beide befinden sich dann am unteren Ende des oberen Viertels: 24 Prozent sind wohlhabender, 76 Prozent sind ärmer.

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