Apotheker kämpft gegen Maskenpflicht – und gewinnt vor Gericht

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Gestraft ist Bär in gewisser Weise trotzdem, denn die Anwaltskosten muss er selbst tragen – und die sind weit höher als die Bußgelder. „Das Verfahren ist 1:1 ausgegangen, ein klassisches Unentschieden“, findet er. Und trotzdem: Er sieht es auch als Bestätigung seines Kurses. Und an dem will er festhalten, wenn auch künftig mit anderen Mitteln. „Ich will mich nicht mehr so als Aktivist über diese Querdenken-Schiene betätigen, sondern mich künftig eher politisch mit einer seriösen Meinung im Hintergrund engagieren“, erklärt er.

Dazu ist er Parteimitglied bei „Die Basis“ geworden, der Partei, die teils aus der Querdenker-Bewegung hervorgegangen ist. Dass die Gruppe auch halbseidene Figuren anzieht, wolle er gar nicht abstreiten. „Wenn man sich danach richtet, darf man aber auch in keine der etablierten Parteien eintreten, da ist das auch nicht anders“, findet er – beteuert aber, bei rechten Umtrieben kein Auge zuzudrücken. „Wir sind sehr bedacht darauf, dass es da keine braunen Flecken gibt, schon deshalb, weil wir wissen, wie schnell eine Partie gekapert werden kann, siehe die Piraten oder AfD. Die Basis ist eine bunte Partei, wir wollen Vielfalt und Meinungsvielfalt. Wir sind die eigentliche Grundgesetzpartei.“

Er betont dabei auch, dass es ihm im Kern gar nicht um die Pandemiepolitik gehe, sondern um die großen Themen, für die er eigentlich einstehe: „Es geht nicht darum, Anti-Corona-Partei zu sein, sondern vor allem, für Machtbegrenzung und Transparenz zu kämpfen“, sagt er. „Wir setzen uns vor allem für partizipative Elemente ein, die Schweiz ist uns ein großes Vorbild.“ Höhere politische Weihen strebe er nicht an, er sei lediglich Beisitzer im Kreisverband Lörrach. „Ich möchte eher im Hintergrund aktiv sein und vor allem aktiv Gespräche mit den Menschen führen. Denn die kann man nur für politische Anliegen gewinnen, wenn man mit ihnen spricht.“ Um Birger Bär dürfte es also auch in Zukunft nicht ruhiger werden.

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