Apotheker frustriert: „Hier werden meine Masken beschlagnahmt“

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Die Bundeswehr beschlagnahmt eine Lieferung Masken.

Auch Apothekerin Michelle Zimmerhofer, Inhaberin der Kern-Apotheke in Düsseldorf, erging es schon wie Spaniel. Sie hatte FFP2-Masken über den Dienstleister Pharma Solutions bestellt. Doch dann kam die Absage: „Heute wurde uns von unserem Lieferanten mitgeteilt, dass die von uns bestellten Masken von politischer Seite beschlagnahmt wurden und den Gesundheitsämtern beziehungsweise der Bundeswehr zugeführt werden. Insofern können wir die bestellten Masken derzeit nicht an Sie liefern“, schrieb der Zwischenhändler.

Spaniel betreibt unter anderem die Löwen-Apotheke in Feuchtwangen. Er hat sich früh und auf verschiedenen Kanälen um Schutzmasken gekümmert und versucht immer wieder an neue Ware zu kommen. Bislang konnte er nach eigenem Bekunden gut einkaufen, so dass er die Masken zu einem vergleichsweise günstigen Preis von 1,20 Euro verkaufen kann. Das sei allerdings eine Mischkalkulation.

Denn auch wenn Spaniel früh eingekauft hat, schlägt die allgemeine Preissteigerung mittlerweile auch bei ihm durch. Daher tut die beschlagnahmte Ladung doppelt weh. Ein Händler hat ihm jetzt mitgeteilt, dass der Preis wieder um 20 Prozent gestiegen sei. Verschenken will Spaniel die Masken in seinen Apotheken nicht, aber für einen einfachen Mund-Nasen-Schutz einen Preis mit realistischem Aufschlag zu verlangen – damit fühlt sich der Apotheker auch nicht wohl am HV-Tisch.

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