Apotheken Umschau und My Life im Vergleich

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Rezepte
Fleischfrei bei der Umschau, Pasta-Party bei My Life – Rezepte dürfen in einer Kundenzeitschrift nicht fehlen. Denn nach all den Berichten über Diäten, Bewegung und Diabetes, will man die schön drapierten Fotos von verschiedenen Gerichten genießen. Die Umschau zeigt eine „kleine Küche“ mit vier vegetarischen Rezepten mit Linsen, Buchweizen, Bohnen und Süßkartoffeln.

Burda kommt im Ressort „Genuss“ üppiger daher: Es gibt Nudeln; präsentiert werden sechs Rezepte – zunächst die Fotos und danach folgen in Frauenzeitschrift-Manier die Rezeptspalten. Im Anschluss folgt ein kurzer Artikel über Tomaten, bevor es mit der Völlerei weitergeht: mit „süßen Freuden zu Ostern“ und Backrezepten.

Konkurrenz
Noweda/Burda wollten mit der Erstausgabe erkennbar einen guten Aufschlag haben. Die Stärke des Heftes und seine Gestaltung, die Anzeigenkunden und die die Erstauflage mit 1,15 Millionen Exemplaren belegen einen ernstgemeinten Angriff. Die von Noweda hervorgehobene „hochwertige Bildsprache“ ist noch ausbaufähig, auch im Satz der Seiten ist Luft nach oben. Der Wettbewerb soll weiter verschärft werden: Bereits angekündigt werden ein Diabetes-Spezialheft und eine eigene Serie für Kinder – beides hat der Wort & Bild Verlag ebenfalls im Sortiment.

Dass man in Baierbrunn ein Auge auf den Wettbewerber hat, ist klar. Inwiefern der Launch von My Life sich auf die Gestaltung der parallel erscheinenden Umschau ausgewirkt hat, lässt sich nur erahnen. Im Editorial geht Chefredakteur Dr. Hans Haltmeier jedenfalls der Frage nach: „Tipp oder Flop?“ Es geht um Gesundheitsmeldungen und welchen Informationen man eigentlich heute noch vertrauen kann. Anschließend wird die professionelle und unabhängige Arbeit der Redaktion betont: „Wir empfehlen Ihnen weder Produkte, noch schreiben wir einem Fachgremium nach dem Mund.“ Zu Haltmeiers Freude hat eine Umfrage im vergangenen Jahr ergeben, dass 97 Prozent der Umschau-Leser zufrieden mit dem Heft sind.

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