Spahn legt nach: Entwurf für ein Apothekenverteidigungsgesetz

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Den Apothekern schwant dabei nichts Gutes, denn so positiv wie ihr oberster Schmidt haben die meisten Pharmazeuten schon das „Stärkungspaket“ nicht empfunden. Ein Boni-Sperre die zum Scheitern nach Brüssel geschickt wird und pharmazeutische Sonderleistungen, die die Kassen schon jetzt ins Visier nehmen. Selbst die SPD-Fraktion rebelliert schon. Die Grünen sind auch nicht zufrieden, aber die gönnen sich derzeit sowieso zu jeder Fragestellung eine bessere Antwort. Die FDP gibt es auch noch. Eine Übersicht der Spahnkritiker finden Sie oben in der Galerie.

Die Apotheker sind aber medial noch viel schlimmer zwischen den Linien: Handelsblatt, FAZ & Co. finden den Schutz vor der Versandkonkurrenz altmodisch, bei der taz auf der anderen Seite beschwert sich ein Kolumnist über zu viel Beratung vor Ort. Die ABDA kommt da gar nicht mehr hinterher, muss sich außerdem mit einer Verpackungsabmahnfalle herumschlagen. Und mit einem ambitionierten Pharmaziestudenten, der seine RxVV-Petition durchgekämpft hat und auf die breite Unterstützung der apothekereigenen Noweda bauen kann. Family Business. Dabei hat ABDA-Präsident Friedemann Schmidt zeitgleich eingeräumt, Minister Spahn sei zu jung, um irgendetwas Digitales zu verbieten und dass man sich nicht „verkämpfen“ sollte. Das ist so ein Schmidt-Wort.

Auch ein schöner Begriff ist der „ideelle Wert“ einer Apotheke. Der steigt nämlich laut Apobank-Statistik und hat eher mit Verkaufsabsichten als wirtschaftlichen Kennzahlen zu tun. Die Zahl der Apotheker, die keinen Nachfolger findet, ist wohl in diesem Zusammenhang zu interpretieren.

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