Apotheker verschenkt echte Osterhäschen

, Uhr

Außer man verfügt wie DocMorris vorderhand über nicht versiegende Geldquellen. Dann kann man sich ein paar Jahre ruinösen Wachstums durchaus leisten und den Kunden Barrabatte in zweistelliger Höhe anbieten. Und wenn das Wachstum dann immer noch nicht schnell genug ist, kann man immer noch shoppen gehen. Mit den Übernahmen von Vitalsana und Eurapon wurden im vergangenen Jahr gleich zwei Konkurrenten einverleibt. Apotheker Kubilay Talu (Eurapon) darf sich mit freuen: Er kassierte bis zu 46,6 Millionen Euro.

Das Gegenbeispiel ist die EU-Versandapotheke. Da vertrösten Ex-Mitarbeiter nach dem Aus des Versandgeschäfts die Kunden. Jetzt sind auch in Cottbus die Lichter endgültig ausgegangen. Über Kündigungen in sehr viel kleinerem Maßstab wurde unlängst vor dem Bundesarbeitsgericht gestritten. Eine PTA und ein Vorexaminierter konnten ihre Wiedereinstellung nach erfolgtem Inhaberwechsel nicht gerichtlich durchsetzen.

Und mit Prozessen geht es weiter: Ein Apotheker aus dem schönen Sachsen-Anhalt hat einen Dämpfer hinnehmen müssen, was sein Geschäfte über die Plattform Amazon angeht. Denn aus Sicht des Landgerichts Dessau-Roßlau müssen erst ein paar Datenschutzfragen geklärt werden. Und überhaupt: Sind 10.000 Apotheker zusammen nicht stärker als Amazon?

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema
Zulassung dauert bis zu vier Monate
EMA: So schnell keine Omikron-Impfstoffe »
Mehr aus Ressort
Zu viel da, aber trotzdem knapp
Der Kollaps der Impfstofflogistik »
Erst mehr, dann nichts mehr?
Biontech: Chaos um Corona-Impfstoff »
Weiteres
Wenig Interesse an Telemedizin
Stada-Umfrage: Arzt sticht App»
EU muss Schnittstellen-Verordnung absegnen
E-Rezept: Vorerst keine Daten für Vor-Ort-Plattformen»