Apotheker hat pures Glück

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Philipp hatte tatsächlich eine Idee: Den Wisch einfach irgendeinem Börsenheini andrehen, das klappt meistens. Hans Gremm tauschte das RxVV gegen Wirecard-Aktien, fand aber zum Glück einen Glücksritter, der ihm im Tausch eine Kuh anbot. Eine echte. Und wie Gremm so vergnügt durch die Lande zieht mit seiner Kuh, kommt er vor eine Apotheke und der Inhaber will gerade abschließen, zum letzten Mal. Wie das? „Tja, keinen Käufer gefunden“, sagt der alte Apotheker. Aber wenn er, Gremm, wolle, könne er den Laden gerne übernehmen. Gratis und den Kunden zuliebe.

Und jetzt hat Hans wieder eine eigene Apotheke und kann sein Glück gar nicht fassen. Nur manchmal kommen ihm doch Zweifel: Wenn er zum Beispiel Herstellerabschläge für einen Importeur bezahlen soll, nur weil der sich nicht einigen will. Oder wenn er mit Klagen und Retaxationen bedroht wird, nur weil sich zwei Hersteller über das Wesen der Opiumtinktur streiten. Hans hat mal Opium gegen ein Opossum getauscht, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Kommt Ihnen alles wie ein Märchen vor? Stimmt – für das meiste. ADL und Innocur sind Realität und auch das mit der verschenkten Apotheke kommt laut Statistiken der Apobank immer öfter vor. Um 20 Prozent sind die Verkaufspreise für Apotheken zuletzt abgestürzt. Und gegebenenfalls kommen dann noch Kosten für eine Umbenennung dazu. Wobei: Der Aufwand wird zumindest Mohren-Apotheken immer häufiger abgenommen. Richtiges Ziel, falscher Weg, findet der Autor. Dass allerdings deshalb der Staatsschutz ermitteln muss, ist vielleicht doch etwas dick aufgetragen.

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