ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Apotheker freut sich über Hamsterkäufe

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Leider leider, liebe Tierfreunde, sind Hamster sind nicht apothekenüblich und ihr Verkauf in der Offizin in Wahrheit verboten. Zulässig, wenn auch nicht in Ordnung, ist es dagegen, mit der Angst der Menschen vor dem Coronavirus Geschäfte zu machen. Und die Online-Preise für (größtenteils völlig nutzlose) Atemschutzmasken liefern aktuell ganz gute Argumente für den Wert der Preisbindung bei Arzneimitteln.

Apotheker können etwas Abhilfe schaffen, zumindest bei Desinfektionsmitteln. Denn die können sie mit der Rezeptur der WHO ziemlich einfach selbst herstellen – solange der Hausgroßhändler noch Isoprop hat. Die Noweda feiert die Werkbank der Apotheker und pflegt ihre Versandhandelsobsession: Wer hilft vor Ort in der Krise? Die Versender jedenfalls nicht, so der unvermeidliche Subtext der Rezeptur-Botschaft.

Es ist nicht so leicht für Apotheker, in der Corona-Krise den Überblick zu behalten. Und es ist nicht so leicht, sich zwischen Panikmache und falscher Beschwichtigung einzusortieren. Pneumologe Dr. Kai-Michael Beeh liefert in unserem Podcast zumindest gute Erklärungen, mit denen man vielleicht auch Kunden gleichermaßen sensibilisieren und beruhigen kann. Und vielleicht auch das eigene Team. Denn laut einer aposcope-Umfrage wächst auch bei den Beschäftigten in der Offizin die Sorge, dass die Lage auch hierzulande noch ernster wird. Alles zum Thema Corona finden Sie auf unserer Übersichtsseite (Reiter oben in der Menüleiste). Zum Beispiel: Was verbirgt sich hinter Sars?

Zum Schluss deshalb hier nur noch die offiziellen O-Töne: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte: „Wir befinden uns am Beginn einer Corona-Epidemie in Deutschland“, Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nannte als zentrale Aufgaben des Krisenstabs, an dem so gut wie alle Ministerien beteiligt sind, die Infektionskette in und nach Deutschland unter Kontrolle zu bringen. Und Professor Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), erklärte: „Für uns geht jetzt vor allem darum, Zeit zu gewinnen. Damit steigt die Chance, dass eine Therapie zur Verfügung steht.“

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