200 Euro sind relativ wenig

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Und was war sonst noch die Woche? Die BÄK hat die BAK erst noch zappeln lassen, aber dann doch endlich das Curriculum für die Musterschulung freigegeben. Zehn bis zwölf Stunden Training, dann dürfen Apotheker:innen auch gegen Corona impfen. Ob der Grippe-Führerschein anerkannt wird, muss noch geklärt werden.

Wer sich nicht impfen lassen möchte, kann sich von Tausendsassa Bönig jetzt einen sogenannten Impfunfähigkeitsnachweis besorgen. Kostet zwar Geld, bringt vermutlich nichts und ist rechtlich höchst umstritten, aber wir wissen nicht, ob Djokovic mit Bönigs Passierschein A38 nicht einfach durch die Kontrolle am Melbourner Flughafen spaziert wäre.

Vielleicht wollen sich aber demnächst wieder ein paar mehr Menschen in Deutschland impfen lassen: Die Gruppe, die auf proteinbasierte Impfstoffe gewartet hat. Für Novavax hat die WHO schon erste Empfehlungen ausgesprochen, Ende Januar soll die Vakzin kommen. Und als nächstes dann noch der Impfstoff von Valneva. Hier ein Vergleich der beiden Kandidaten.

Dazu die gute Nachricht, dass die Omikron-Variante offenbar tatsächlich weniger schwere Verläufe verursacht und bei ihrer leichteren Übertragbarkeit dafür sorgen könnte, dass das Corona-Virus bald endemisch wird. Captain Drosten rät trotzdem dringend zum Boostern als effektivste Waffe gegen die Variante. Das werden auch die Apotheken in den nächsten Wochen noch spüren. 17.500 Zertifikate in einem Monat werden dann in Zukunft für eine Apotheke nur noch schwer zu erreichen sein. Verbandstoffe und Blutzuckerteststreifen werden das nicht auffangen. So oder so: 2022 wird wieder ein wildes Jahr für die Apotheken, zumal die Krankenkassen jetzt ihr eigenes E-Rezept-Projekt vorantreiben wollen. Aber jetzt erstmal: Schönes Wochenende!

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